Das Romanische Café

Das Romanische Café 
und der Kurfürstendamm
im Berlin der 1920er Jahre
(in Arbeit)

„Alle Wege führen nach Berlin zurück. Und ins Romanische.“

Kurt Tucholsky

 

(Gastgeber:innen ab Herbst /Winter 2023 gesucht – Größe der Ausstellung bis 60qm)

Das Romanische Café ist ein Mythos und zugleich eine Leertelle in der Erinnerungskultur der Stadt. Ziel des Projektes ist es, einen attraktiven Lern- und Erlebnisort zu schaffen, der diese Lücke schließt. 

Der Kurfürstendamm hatte in den 1920er Jahren als der „Neue Berliner Westen“ einen ganz besonderen Stellenwert in der gerade erst zu Groß-Berlin gewordenen Millionenstadt. Er übte mit seinem Konsum- und Unterhaltungsangebot einen Sog auf Nachtschwärmer, Intellektuelle und Touristen aus. Im Romanischen Café, in dem die zentralen Kulturakteure der Zeit ein zweites Zuhause hatten, verdichten sich die Narrative über diese Zeit und den Ort. 

Regelmäßig zu Gast im Romanischen Café waren: 

Bertolt Brecht, Else Lasker-Schüler, Billy Wilder, Alfred Döblin, Jeanne Mammen, Ruth Landshoff, Georg Grosz, Christian Schad, Heinz Ullstein, Alfred Flechtheim, Bruno Cassirer, Hanns Eisler, Egon Erwin Kisch, Max Liebermann, Stefan Zweig, Erich Kästner, Irmgard Keun, Mascha Kaléko und viele mehr. 

Diese prominenten Café-Besucherinnen und Besucher führen vor Augen, in welcher verheerenden Katastrophe die Weimarer Republik endete. Nach 1933 erhielten viele von ihnen Berufsverbot, wurden politisch verfolgt, gingen ins Exil oder wurden in den KZs der Nazis ermordet. 

Die Ausstellung „Das Romanische Café und der Kurfürsten- damm im Berlin der 1920er Jahre“ soll ein breites lokales sowie internationales Publikum ansprechen und vor allem auch niedrigschwellige Zugänge zu den Themen schaffen. 

Als Lern- und Gedenkort bietet er Raum, um aktuelle Themen zu Freiheit und Demokratie zu verhandeln. 

Im Umfeld von Kurfürstendamm und Gedächtniskirche soll die Erinnerung an die kulturelle Strahlkraft des Neuen Berliner Westens in der Weimarer Republik neu verankert werden. 

 

KulturGut ist Initiatorin, Visionsträgerin und übernimmt die Projektleitung. Trägerin ist die AG City.