KulturGut

Aus dem Bewusstsein für unsere Vergangenheit entsteht der Blick für Potentiale in unserer Zukunft.

„Gedächtnisorte festigen und beglaubigen nicht nur Erinnerungen, indem sie sie lokal in den Boden verankern, sie verkörpern auch eine Kontinuität der Dauer, die die vergleichsweise kurzphasige Erinnerung von Individuen, Epochen und auch Kulturen, die in Artefakten konkretisiert ist, übersteigt.“

Aleida Assmann

KulturGut Berlin steht für die Schaffung, Gestaltung und Pflege von Erinnerungsorten und Lebensräumen in Berlin.

KulturGut initiiert und begleitet Projekte, die Vergangenes sichtbar, fühlbar und verstehbar machen und neue Räume für ein gemeinsames kulturelles, soziales und schönes Leben zur Verfügung stellen.

Katja Baumeister-Frenzel

Gründerin ist die Kulturwissenschaftlerin Katja Baumeister-Frenzel aus Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf. Als Dozentin an der Universität Potsdam unterrichtet sie internationale Student*innen im Schwerpunkt „Berlin in den 1920er Jahren“.

Sie ist zertifizierte Projekt-Managerin und hat viele Jahre Erfahrung in der 5-Sterne Hotellerie und Tourismuswirtschaft in Deutschland und den USA.

Das Romanische Café und der Kurfürstendamm im Berlin der 1920er Jahre

Am Originalschauplatz in der City West wird ein Informationsort über das Romanische Café, dessen Protagonist*innen und deren Werke sowie über den Kurfürstendamm im Berlin der 1920er Jahre entstehen.

„Alle Wege führen nach Berlin zurück. Und ins Romanische.“

Kurt Tucholsky

Unterhaltsam, informativ und interaktiv soll dieser Ort die Erinnerung an diese aufregende Zeit in Berlin lebendig werden lassen.

KulturGut ist Initiatorin, Visionsträgerin und übernimmt die Projektleitung. Trägerin ist AG City. Das Projekt wird mit Bundesmitteln gefördert.

Das Parkwächterhaus im Lietzenseepark

Der gemeinnützige ParkHaus Lietzensee e.V. hat sich 2014 aus einer Nachbarschafts-Initiative gegründet. Im Rahmen eines öffentlichen Interessenbekundungsverfahrens hat der Verein beim Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ein Sanierungs- und Betriebskonzept eingereicht und ist seit September 2015 Pächter des Parkwächterhauses.

Derzeit wird das Haus mit Hilfe von privaten Spenden aus der Nachbarschaft, Fördermitteln der Lotto-Stiftung-Berlin und mit Bundesmitteln denkmalgerecht saniert.

Der Verein nutzt das Haus und seinen Vorplatz bereits für verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen, wie Kinder-Sommerfeste, Hexenspuk zu Halloween, als Weihnachtsmarkt oder zur Teilnahme an der Fete de la Musique und dem Tag des offenen Denkmals.

Parallel unterhält der Verein auf der gegenüberliegenden Seite des Parks das Urban-Gardening-Projekt „SeeGarten”, in dem ca. 50 Kita- und Schulkinder auf vier Flächen und einer Bienenweide erste Naturerfahrungen als nachhaltige Bio-Gemüsegärtner*innen sammeln.

Katja Baumeister-Frenzel gehört zu den Initiator*innen und ist Vorsitzende des Vereins.

Schoeler Schlösschen

Bürgerbeteiligungsverfahren

Im Sommer 2019 leitete KulturGut das Bürgerbeteiligungsverfahren Schoeler-Schlösschen. Mit engagierten Anwohner*innen und Interessierten wurde ein Konzept für die zukünftige Nutzung des Hauses erarbeitet. Auftraggeber war das Kulturamt Charlottenburg-Wilmersdorf.

Das denkmalgeschützte Schoeler-Schlösschen ist das älteste erhaltene Gebäude im Berliner Ortsteil Wilmersdorf, dessen Anfänge bis 1752/1753 zurückreichen. Das Haus ist Eigentum des Bezirks Charlottenburg Wilmersdorf und wird zurzeit denkmalgerecht und barrierefrei saniert.

Nach der Sanierung wird das Haus als Kulturstandort betrieben. Es wird ein niedrigschwelliges Kulturangebot entstehen, das sich kostenfrei an alle Bürger*innen richtet. Von zentraler Bedeutung ist hierbei ist eine bürger*innennahe Gestaltung des Angebotes.

Ruhwald-Arkaden

Rechercheprojekt/ Vortrag

Die zierlichen Ruhwald-Arkaden stehen umzäunt, unzugänglich und, es scheint, völlig vergessen auf dem höchsten Punkt des Spandauer Bergs im Ruhwald-Park. Gleich einer zauberhaften Bühnenkulisse thronen sie mit eleganten Säulen und Bögen oberhalb einer großzügigen Freitreppe. Daneben lädt ein dreiseitiger Saal mit Holzdecke und Schinkelhimmel dazu ein, von einem rauschenden Fest zu träumen, das hier einmal stattgefunden haben mag.

In zwei sich gegenüberliegenden Erkern stehen die nasenlosen Büsten von Ludwig und Margarete von Schaefer-Voit. Mit ihnen beginnt die Spurensuche. Neben enormem Wohlstand sowie Trauer um die jung verstorbenen Söhne kommen weitsichtiger Unternehmergeist und die Ursprünge des heute weltweit renommierten Modemagazins Harper’s Bazaar zutage.

Auch Fontane kann in diesem Zusammenhang bemüht werden, wenn auch nur knapp. Schließlich wird auch die Existenz der hübschen Arkaden aufgeklärt, die so aus dem Nebel der Vergangenheit zurück in das gegenwärtige kulturelle Gedächtnis geholt werden sollen.